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Seit wann gibt es Dachbodentreppen?

Die Idee, Höhenunterschiede durch Hilfsmittel zu überwinden, gibt es nachweislich schon vor ca. 12.000 Jahren in der Jungsteinzeit. Aus dieser Epoche hat man Baumstämme gefunden mit stufenartigen Einkerbungen.

 

In Göbekli Tepe, einem prähistorischen Fundort in Südanatolien, wurden in Stein gehauene Stufen gefunden, die man auf 10.000 vor Christus datiert. In Mesopotamien gibt es Tempelberge, sogenannte Zikkurats, aus dem 5. Jahrtausend vor Christus, bei denen verschiedene Treppenaufgänge nachgewiesen sind. Sie haben hier neben der praktischen Funktion, den Auf- und Abstieg zu ermöglichen, auch einen Symbolischen Sinn, die Verbindung zwischen Erde und Himmel darzustellen. Seit diesem Zeitpunkt werden weltweit Treppen und Leitern in der Architektur benutzt.

 

Die älteste fast vollständig erhaltene Holzstiege in Europa stammt aus einem bronzezeitlichen Salzbergwerk in Hallstatt und wird auf 1344/43 v. Chr. datiert.
Die Urform einer Dachbodentreppe kann man heute noch bei alten Bauernhöfen in Scheunen finden, wo sie die Verbindung zwischen Einfahrtraum und den verschiedenen Böden, z.B. dem Heuboden herstellt. Meist ist es eine Holzleiter, die an der Wand fest angebracht ist, oder die bei Bedarf in die Bodenluke angelehnt wird.